Geschichte
Was ist das Original Sora Lamprophyr?

Das Gebiet östlich von Dresden trägt die geologische Bezeichnung Lausitzer Granodiorit-Massiv. In diesem Gebiet mit flächenhaftem Auftreten von Graniten und Granodioriten sind vor über 400 Millionen Jahren basische Magmen emporgedrungen und innerhalb des Granitmassives erstarrt. Man trifft dieses Ganggestein in der Lausitz besonders häufig an. Wirtschaftliche Bedeutung erlangte dieses Gestein wegen seiner besonderen grünlich bis dunkelgrau/schwarzen Farbe. Jedoch führten die geringen Gangmächtigkeiten schnell zum Erschöpfen der Lagerstätten.
Die Lagerstätte in Sora hat noch gewinnbare Vorräte von über 30 Jahren. Sie ist die einzige Lagerstätte in der Lausitz, in der noch dieses Gestein in Werksteinqualität gewonnen wird.
Dieses Ganggestein hat in der Vergangenheit viele Bezeichnungen erhalten:
Lausitzer Granit dunkel, Lausitzer Syenit, Lausitzer Diabas, Original Sora Lamprophyr.

Die letzte Bezeichnung wird seit den 90-er Jahren verwendet. Das Wort ist aus dem griechischem abgeleitet: lampos – glänzend; phyrein – besprengen. Dieser geologische Fachbegriff beschreibt treffend das Gestein.
"Die Lamprophyre bilden die dunkle Reihe der Ganggesteine. Sie umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Gesteine, die in der chemischen und mineralischen Zusammensetzung, sowie in den Struktur- und Gefügemerkmalen voneinander abweichen."

Der Original Sora Lamprophyr ist in die Gruppe der Diabase einzustufen.

Ende der 1950er Jahre wurde durch die Steinmetzbetriebe Birnbaum und Wagner, welche in Taubenheim (einem heutigen Ortsteil von Sohland a.d. Spree) ihre traditionellen Natursteinveredelungsbetriebe eingerichtet hatten, auf der Suche nach dunklem Material für die Grabmalproduktion, Erkundungen auf der Soraer Höhe am Kleinen Picho vorgenommen. Man wurde fündig und so wurde Anfang der 1960er Jahre ein Steinbruchbetrieb installiert. Die gewonnen Rohblöcke (max. 3 bis 6 t) wurden nach Taubenheim zur Weiterverarbeitung geschafft.

Anfang der 1970er Jahre wurden die Betriebe in der ehemaligen DDR zwangsverstaatlicht. So wurde auch der Steinbruch Sora in das Kombinat „VEB Lausitzer Granit Demitz-Thumitz“ integriert. Der Abbau des vorhandenen Ganggesteines wurde ausgeweitet. Die Verarbeitung der gewonnen Rohblöcke fand in anderen Betriebsstätten des Kombinates statt. So u.a. auch in dem Betriebsteil Sohland / Spree – der heutigen E. Hantusch GmbH.

1992/1993 kaufte Herr Rüdiger Schumann aus Babenhausen (Hessen) den Steinbruch und die Technischen Anlage von der Treuhand und gründete die Schumann Kies- und Hartsteinwerke GmbH – Hartsteinwerk Sora. Er investierte in die veraltete Ausstattung des Unternehmens und errichtete eine moderne Pflasterproduktionsstrecke sowie eine Sägehalle mit Blockkreissäge auf dem Gelände, das direkt an den Steinbruch angrenzt. Das reine Abbaufeld (der Steinbruch) ging 2006 in das Eigentum der STRABAG BETON GmbH & Co. KG über und wird durch deren Tochtergesellschaft, die MINERAL Baustoff GmbH & Co.KG Hartmannsdorf verwaltet. Der Abbau des Original Sora Lamprophyr wird gegenwärtig ausschließlich durch die Schumann Kies- und Hartsteinwerke GmbH vorgenommen.

Im Jahr 2019 erwarb die E. Hantusch GmbH aus Sohland die Schumann Kies- und Hartsteinwerke GmbH von Herrn Rüdiger Schumann und führt diese seit dem als eigenständiges Tochterunternehmen fort. Wir sind stolz, die einzige, kontinuierlich betriebene Werkstein-Gewinnungsstätte mit einer nennenswerten Ausbringungsmenge in ganz Ostsachsen vorzeigen zu können und damit die Tradition des Abbaus und der Veredelung des bekanntesten Naturbaustoffes im Oberlausitzer Bergland fortsetzen zu können.

Neuigkeiten 2020 von E. Hantusch

Ein Artikel der NATURSTEIN

Hantusch übernimmt SKH (PDF)

Ein Artikel der NATURSTEIN Ausgabe 6-20

SORA LAMPROPHYR im Fokus (PDF)

Ein Artikel der NATURSTEIN Ausgabe 6-20 Beilage